Madonna di Campiglio ist ein Bergdorf im Trentino auf rund 1.550 Metern Höhe, gelegen in einer Mulde des oberen Val Rendena zwischen den Brenta-Dolomiten (UNESCO-Welterbe) und den Gletschern von Adamello und Presanella. Man nennt es die Perle der Dolomiten, und das nicht nur wegen des Postkartenbildes: Hier starten die Lifte vom Dorf, das Zentrum ist autofrei, im Sommer beginnen die Wege des Naturparks Adamello Brenta gleich hinter den Häusern und im Winter fährt man in einem der größten Skigebiete der Alpen.
Das ist der Führer zur Orientierung: wo es liegt, wie man hinkommt, was man Saison für Saison unternimmt und wann sich die Anreise lohnt.
Madonna di Campiglio auf einen Blick
- Trentino, oberes Val Rendena, rund 1.550 Meter.
- Das Dorf liegt im Naturpark Adamello Brenta, dem größten Schutzgebiet des Trentino: rund 620 km² zwischen den Brenta-Dolomiten und den Gletschern von Adamello und Presanella.
- Im Sommer wird gewandert (rund 450 km Wege im Park, mit der Fünf-Seen-Runde und den Wasserfällen von Vallesinella und Val Genova) und geradelt auf den Bikeland-Strecken. Die Kabinenbahnen laufen von Mitte Juni bis September.
- Im Winter über 150 km verbundene Pisten mit einem einzigen Skipass, und man fährt direkt vom Dorf los.
- Sommersaison von Mitte Juni bis Ende September, Wintersaison von Ende November bis April.
Wo Madonna di Campiglio liegt
Madonna di Campiglio liegt im Trentino, im oberen Val Rendena; verwaltungstechnisch ist es ein Ortsteil von Pinzolo in der Provinz Trient. Rundherum liegt der Naturpark Adamello Brenta, das größte Schutzgebiet des Trentino.
Das Zentrum ist für den Verkehr gesperrt. Eine Umgehungsstraße mit Tunnel und großen Parkplätzen am Dorfrand hält die Fußgängerzone frei, wo man zwischen Geschäften und Boutiquen geht, ohne einem Auto zu begegnen. Das ist einer der Gründe, warum das Dorf im Winter ruhig bleibt, wenn es draußen schneit.
Wie man nach Madonna di Campiglio kommt
Madonna di Campiglio erreicht man bequem mit dem Auto von den wichtigsten Flughäfen Norditaliens. Hier die ungefähren Entfernungen, Fahrzeiten inklusive:
- Verona (VRN): rund 170 km, 2 Stunden 15 Minuten.
- Bergamo Orio al Serio (BGY): rund 175 km, 2 Stunden 40 Minuten.
- Brescia (VBS): rund 130 km, der nächste unter den großen Flughäfen am Gardasee.
- Bozen (BZO): rund 110 km, 1 Stunde 40 Minuten.
- Mailand (Linate und Malpensa): rund 3 Stunden 30 Minuten.
- Venedig (VCE): rund 290 km, 3 Stunden 30 Minuten.
Mit dem Zug ist der nächste Bahnhof Trient, rund 70 km und 1 Stunde 20 Minuten vom Dorf entfernt, angebunden an die Schnellzüge Frecciarossa und Italo. Von dort geht es weiter mit Bus oder Transfer. Das letzte Stück, ab Tione bergauf, ist eine Bergstraße: ein paar Kehren muss man einplanen.
Warum Madonna di Campiglio wählen
Im Sommer tritt man aus dem Hotel und ist schon im Park. Die Kabinenbahnen bringen einen in wenigen Minuten über 2.000 Meter, die Wege starten vom Dorf und die Luft bleibt auch im Juli frisch.
Im Winter ist die Stärke die Skifahrbarkeit vom Dorf aus. Die Lifte starten vom Zentrum, und von Hotels wie unserem fährt man ski-in/ski-out: kein Auto, kein Skibus, morgens die Ski an den Füßen. Das Skigebiet zählt zu den größten des Alpenbogens, über 150 km verbundene Pisten zwischen Madonna di Campiglio, Pinzolo und Folgarida-Marilleva, mit einem einzigen Skipass und rund 60 Liften.
Dann ist da der Charakter des Ortes. Campiglio ist elegant, aber zurückhaltend, nicht laut: ein Erbe der habsburgischen Belle Époque, das man noch heute in der Fußgängerzone und im Rhythmus der Tage spürt.
Was man in Madonna di Campiglio im Sommer unternimmt
Im Sommer öffnet der Naturpark Adamello Brenta rund 450 km Wege. Die Hauptrouten starten vom Dorf oder von den Liften, die von Mitte Juni bis September laufen.
Die Fünf-Seen-Runde und Wandern in der Höhe
Die Fünf-Seen-Runde (Giro dei 5 Laghi) ist der Klassiker von Campiglio. Die Kabinenbahn 5 Laghi startet im Dorfzentrum und bringt einen über 2.000 Meter zur Rifugio 5 Laghi; von dort erreicht ein fast ebener Weg in einer Viertelstunde den Lago Ritorto. Die komplette Runde führt über Ritorto, Lambin, Serodoli, Gelato und Nambino: mit dem Lift sind es rund 460 Höhenmeter und fünf Stunden Gehzeit mit der Brenta vor Augen. Reichlich, wenn man an jedem See zum Fotografieren stehen bleibt. Und man bleibt stehen.
Wer wirklich hinaufwill, hat die Klettersteige der Brenta, allen voran die Via delle Bocchette, und die Wege, die die Hütten in der Höhe verbinden. Für das langsame Tempo gibt es den Lago Nambino, den dem Dorf nächsten See, mit der Holzhütte am Ufer.
Wasserfälle von Vallesinella und Val Genova
Wenige Minuten vom Dorf ist die Runde der Wasserfälle von Vallesinella der klassische Spaziergang auf der Brenta-Seite: Wasser, das aus dem Fels quillt und in Stufen durch die Fichtenwälder fällt. Der Weg ist kurz, auch Familien mit Kindern gehen ihn.
Auf der gegenüberliegenden Seite verläuft das Val Genova, das Tal der Wasserfälle, eben bis zum Wasserfall Nardis, der so etwas wie das Wahrzeichen des Parks ist.
Mountainbike, E-Bike und Golf
Auf zwei Rädern gehört Campiglio zu Bikeland, dem Streckennetz des Val Rendena, und war mehrmals Etappe des Giro d’Italia. Es gibt einfache Runden im Wald und echte Anstiege; mit einem gemieteten E-Bike sind die Höhenunterschiede auch ohne Rennbeine zu schaffen.
Es gibt auch einen 9-Loch-Golfplatz am Campo Carlo Magno, auf rund 1.700 Metern, einer der höchsten Italiens. Gespielt wird mit der Brenta vor Augen.
Im Sommer mit Kindern
Campiglio funktioniert im Sommer auch mit der Familie. Die Kabinenbahnen verkürzen die Höhenunterschiede, der Lago Nambino ist mit einem kurzen Spaziergang erreichbar, in den Almen (malghe) gibt es eine Jause aus hofeigenen Produkten und in Pradalago einen Spielplatz in der Höhe. Der Concierge des Hotels stellt die Route maßgeschneidert zusammen: Werfen Sie einen Blick auf die Aktivitäten, die wir anbieten.
Was man in Madonna di Campiglio im Winter unternimmt
Die Pisten von Madonna di Campiglio verteilen sich auf vier verbundene Gebiete: Grostè, Spinale, Cinque Laghi und Pradalago. Wer Adrenalin sucht, findet die 3-Tre am Canalone Miramonti, eine Weltcup-Slalompiste, und die Spinale Direttissima, die vom Monte Spinale bis ins Dorf hinabführt.
Für Snowboard und Freestyle gibt es den Ursus Snowpark am Grostè, einer der größten Europas: 50.000 m² und rund vierzig Elemente. Wer es ruhiger mag, hat 22 km Langlaufloipen am Campo Carlo Magno, Schneeschuhwanderungen, Fahrten im Hundeschlitten und eine 3 km lange Rodelbahn am Monte Spinale. Alle Details zur SkiArea Brenta Dolomiten Campiglio.
Das ganze Jahr über: das Zentrum und die habsburgische Geschichte
Auch ohne Ski oder Bergschuhe lässt sich Campiglio zu Fuß erkunden. Die Fußgängerzone besteht aus Boutiquen, Werkstätten und Cafés, und im Februar lebt ihre Geschichte mit dem Habsburger Karneval wieder auf: Umzüge in Kostümen und der Große Ball des Kaisers, im Andenken an Sissi und Franz Joseph, die hier Ende des 19. Jahrhunderts weilten.
Wann man nach Madonna di Campiglio fährt
Die Sommersaison geht von Mitte Juni bis Ende September, die Wintersaison von Ende November bis April. Innerhalb dieser beiden Fenster hängt der richtige Zeitpunkt davon ab, was man sucht.
Im Sommer bieten Juli und August frische Bergluft, während Städte und Strände glühen, und alles ist offen, die Hütten inklusive. Juni und September sind die ruhigen Monate, ideal zum Wandern und Radfahren mit dem Park fast für sich allein. Anfang Juni stehen die Lifte allerdings noch still und in der Höhe kann Schnee liegen: Fragen Sie uns, wir sagen Ihnen, was schon begehbar ist.
Im Winter sind Dezember, Januar und Februar die Hochsaison des Skifahrens: Schnee, Events, Feiertagsstimmung. Der März wird von vielen unterschätzt und von uns empfohlen: lange Tage, Sonne, Pisten noch in bestem Zustand und weniger Andrang. Man fährt morgens Ski und sitzt nachmittags in der Sonne auf der Terrasse.
Wo man übernachtet: das Chalet del Sogno als Basis
Das Chalet del Sogno ist ein familiengeführtes 5-Sterne-Hotel mit 18 Suiten in der Via Spinale, wenige Schritte von den Liften: im Winter fährt man ski-in/ski-out, im Sommer ist die Kabinenbahn zur Höhe wenige Gehminuten entfernt. Es ist in Bioarchitektur gebaut und mit Geothermie beheizt.
Drinnen findet man das Spa Oasi del Sogno mit beheiztem Innenpool, finnischer Sauna und türkischem Bad: nach der Fünf-Seen-Runde oder einem Tag im Sattel hat der Pool seinen Sinn. Im Erdgeschoss ist das Gourmetrestaurant Due Pini, zeitgenössische alpine Küche mit Produkten aus dem Trentino. Die Suiten sind schallisoliert und von Flora und Fauna der Dolomiten inspiriert. Um zum richtigen Zeitpunkt zu kommen, werfen Sie einen Blick auf die saisonalen Angebote.